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Kostenlose Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit – Diese Chancen gibt es 2025

  • ZBA
  • 25. Juli 2025
  • 37 Min. Lesezeit
In diesem Beitrag01   Die passende Förderung02   Bildungsgutschein03   AVGS & Coaching04   Förderung im Job05   Qualifizierungsgeld06   Regionale Angebote07   Weiterbildung auswählen08...
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Eine Weiterbildung kann Ihnen neue berufliche Möglichkeiten eröffnen – auch dann, wenn Sie die Kurskosten nicht selbst tragen können. Bildungsgutschein, Coaching und Förderangebote für Beschäftigte unterstützen unterschiedliche Ziele. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie die passende Förderung klären.

1. Welche Förderung passt zu Ihrer Situation?

Neue Technologien, veränderte Arbeitsabläufe und ein beruflicher Neustart können Anlass für eine Weiterbildung sein. Die entscheidende Frage lautet: Welche Kenntnisse fehlen Ihnen für Ihr konkretes berufliches Ziel – und welches Angebot schließt diese Lücke?

Digitale Kompetenzen, Pflege, Handwerk, Brandschutz, Nachhaltigkeit und Logistik sind mögliche Themenfelder. Die Förderfähigkeit richtet sich jedoch nach Ihrer Situation und dem konkreten Angebot. Eine Berufsbezeichnung allein reicht dafür nicht aus.

Ihre SituationMöglicher WegWofür?
Arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedrohtBildungsgutscheinBerufliche Weiterbildung, Umschulung oder Teilqualifizierung.
Berufsorientierung oder Bewerbung steht anAVGS beziehungsweise AktivierungsmaßnahmeZum Beispiel Coaching oder Unterstützung bei der Vermittlung.
Weiterbildung im bestehenden JobBeschäftigtenqualifizierungZuschüsse zu Lehrgangskosten und weiterbildungsbedingtem Arbeitsausfall.
Der Betrieb verändert sich durch StrukturwandelQualifizierungsgeldEntgeltersatz während einer passenden Weiterbildung im Unternehmen.
Ein regionales Angebot passt zu IhnenLandesförderungProgrammspezifischer Zuschuss; Bedingungen und Fristen unterscheiden sich.

Kostenlos – wenn die Förderung bewilligt ist

Eine vollständige Übernahme der Lehrgangskosten ist möglich. Lassen Sie vor der Anmeldung klären, ob auch Fahrtwege, Betreuung und weitere Ausgaben abgedeckt sind. Maßgeblich ist die konkrete Bewilligung.

2. Bildungsgutschein: Weiterbildung finanzieren

Die Agentur für Arbeit prüft im Beratungsgespräch, ob die Weiterbildung für Ihr berufliches Ziel notwendig ist und die Voraussetzungen erfüllt sind. Der Bildungsträger und der Kurs müssen für diese Förderung zugelassen sein. Seit Januar 2025 erfolgt die Weiterbildungsförderung auch für Jobcenter-Kundinnen und -Kunden durch die Agentur für Arbeit. Ihre bisherige Ansprechperson kann den Einstieg in die Beratung begleiten.

Der Gutschein legt Bildungsziel, Gültigkeit und gegebenenfalls die Region fest. Eine allgemeine Drei-Monats-Frist gilt nicht für jeden Fall. Entscheidend sind die Bedingungen auf Ihrem Gutschein. Informationen der Bundesagentur für Arbeit.

Diese Kosten können berücksichtigt werden

  • Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
  • Erforderliche Lernmittel und Arbeitskleidung
  • Fahrtkosten und Kinderbetreuung
  • Unterkunft und Verpflegung bei auswärtiger Unterbringung, wenn tägliches Pendeln nicht zumutbar ist

Die Übernahme wird individuell geklärt. Arbeitslosengeld wird bei einer geförderten Weiterbildung in der Regel weitergezahlt.

Wer kommt für eine Förderung infrage?

Eine Beratung kann für Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte, Menschen ohne verwertbaren Berufsabschluss und Berufsrückkehrende sinnvoll sein. Ein Förderanspruch für das Nachholen eines Berufsabschlusses besteht unter gesetzlichen Voraussetzungen. Daraus folgt kein freier Anspruch auf jeden gewünschten Zertifikatskurs.

150 € Weiterbildungsgeld und Prüfungsprämien

Diese Zusatzleistungen sind an abschlussorientierte Förderung und weitere Voraussetzungen gebunden. Ein kurzer Lehrgang mit Zertifikat genügt dafür nicht automatisch.

  • Weiterbildungsgeld: 150 € monatlich bei erfüllten Voraussetzungen.
  • Prüfungsprämie: 1.000 € für die vorgesehene Zwischenprüfung oder den ersten Teil einer gestreckten Abschlussprüfung.
  • Abschlussprämie: 1.500 € für die vorgesehene Abschlussprüfung.

Die Prämien betreffen nach den gesetzlichen Bedingungen Weiterbildungen zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit einer vorgeschriebenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren. Prüfen Sie die Einordnung Ihres Kurses vorab. Rechtsgrundlage: § 87a SGB III.

Gut vorbereitet ins Beratungsgespräch

Bringen Sie Ihren Lebenslauf, passende Stellenanzeigen und Kursinformationen mit. Erklären Sie konkret, welche Kenntnisse Ihnen fehlen und wie der Kurs Ihre Beschäftigungsmöglichkeiten verbessern kann.

3. AVGS: Orientierung, Coaching und Vermittlung

Ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein kann zum Beispiel bei beruflicher Orientierung oder Bewerbungen unterstützen. Er ist vom Bildungsgutschein für eine berufliche Weiterbildung zu unterscheiden. Welche Leistung passt, wird mit der zuständigen Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter besprochen. AVGS im Überblick.

Maßnahmen bei einem Träger (MAT)

Zu möglichen Inhalten gehören Bewerbungscoaching, berufliche Orientierung oder die Vorbereitung einer Selbstständigkeit. Kommunikation oder EDV-Kenntnisse können Bestandteil eines zugelassenen Angebots sein. Ziele, Umfang und Dauer richten sich nach der Maßnahme und der Bewilligung; es gilt keine pauschale Acht-Wochen-Dauer für jedes Coaching.

Ein Staplerschein, ein Sprachkurs oder ein Gründercoaching ist nicht allein aufgrund seiner Bezeichnung automatisch förderfähig. Prüfen Sie den konkreten Inhalt und die Zulassung.

Private Arbeitsvermittlung (MPAV)

Bei erfolgreicher Vermittlung kann ein zugelassener privater Vermittler über den Gutschein abrechnen. Für Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht unter den gesetzlichen Bedingungen nach mindestens sechs Wochen Arbeitslosigkeit innerhalb von drei Monaten ein Anspruch auf diesen Gutschein. Diese Regel gilt nicht allgemein für jedes AVGS-Coaching.

Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (MAG)

Eine MAG kann helfen, Ihre Eignung für eine Tätigkeit im Betrieb zu erproben. In der Regel sind höchstens sechs Wochen vorgesehen, in bestimmten Fällen bis zu zwölf. Vor dem Beginn ist eine Genehmigung erforderlich. Eine MAG ist kein Arbeitsverhältnis; der Betrieb zahlt für die Teilnahme kein Arbeitsentgelt. Voraussetzungen und Ablauf einer MAG.

Gültigkeit und Bewilligung zuerst klären

Ob ein AVGS infrage kommt, hängt von Ihrem Unterstützungsbedarf ab. Prüfen Sie Laufzeit, Region und Förderziel auf dem Gutschein. Starten Sie erst, wenn die notwendige schriftliche Zustimmung vorliegt.

4. Beschäftigtenqualifizierung: Zuschüsse für den Betrieb

Auch wer bereits arbeitet, kann bei einer Weiterbildung unterstützt werden. Die Förderung wird häufig im Zusammenhang mit dem Qualifizierungschancengesetz genannt. Sie kann Lehrgangskosten und den Arbeitsausfall während der Weiterbildung bezuschussen.

Für die reguläre Förderung nennt die BA folgende Staffel. Die konkrete Bewilligung und mögliche Sonderregelungen werden mit dem Arbeitgeber-Service geklärt:

BetriebsgrößeLehrgangskostenArbeitsentgeltzuschuss
Unter 50 Beschäftigte100 % Kostenübernahme vorgesehen75 %
50–499 Beschäftigte50 %50 %
Ab 500 Beschäftigte25 %25 %

Bei Betrieben mit weniger als 500 Beschäftigten sollen für Beschäftigte ab 45 Jahren oder schwerbehinderte Menschen bis zu 100 % der Lehrgangskosten übernommen werden. Eine Qualifizierungsvereinbarung mit einem Sozialpartner kann beide Fördersätze um fünf Prozentpunkte erhöhen, jeweils höchstens bis 100 %. Verbundene Unternehmen sind bei der Betriebsgröße zu berücksichtigen.

Zu den Voraussetzungen zählen insbesondere mehr als 120 Stunden Weiterbildung, die Zulassung von Träger und Maßnahme sowie Inhalte über eine ausschließlich kurzfristige Anpassung am Arbeitsplatz hinaus. Förderstaffel und Voraussetzungen bei der BA.

Welche Inhalte sind denkbar?

Je nach beruflichem Bedarf kommen etwa Digitalisierung, technische Fachkenntnisse, Projektmanagement, Datenanalyse oder Umweltmanagement infrage. Auch bei bekannten Softwarezertifikaten muss das konkrete Angebot die Förderbedingungen erfüllen.

Gemeinsam mit dem Arbeitgeber planen

Sprechen Sie Ihre Personalabteilung auf das Weiterbildungsziel an. Der Arbeitgeber-Service berät unter 0800 4 5555 20. Für mehrere Beschäftigte können unter entsprechenden Voraussetzungen Sammelanträge möglich sein. Planen Sie den Antrag frühzeitig vor Beginn.

5. Qualifizierungsgeld: Entgeltersatz bei Strukturwandel

Qualifizierungsgeld richtet sich an Beschäftigte, deren Arbeitsplatz durch Strukturwandel gefährdet ist und deren Weiterbeschäftigung im selben Betrieb durch Qualifizierung gesichert werden soll. Es ist eine Alternative zur regulären Beschäftigtenförderung. Überblick der Bundesagentur für Arbeit.

So funktioniert die Leistung

  • Höhe: 60 % der pauschaliert ermittelten Nettoentgeltdifferenz, bei Beschäftigten mit Kind 67 % – nicht pauschal dieser Anteil des gesamten bisherigen Nettolohns.
  • Auszahlung: Der Arbeitgeber berechnet die Leistung und zahlt sie an die Beschäftigten aus. Die Agentur erstattet sie monatlich nachträglich.
  • Kurskosten: Der Arbeitgeber finanziert die Weiterbildung; zulässige Drittmittel können infrage kommen. Beschäftigte dürfen nicht an diesen Kosten beteiligt werden.
  • Aufstockung: Zuschüsse des Arbeitgebers können innerhalb der gesetzlichen Grenzen möglich sein. Die konkrete Abrechnung ist gesondert zu klären.

Die wesentlichen Voraussetzungen

  • Strukturwandelbedingter Qualifizierungsbedarf bei mindestens 20 % der Belegschaft; in Betrieben unter 250 Beschäftigten reichen 10 %.
  • Betriebsvereinbarung oder betriebsbezogener Tarifvertrag; bei weniger als zehn Beschäftigten kann eine schriftliche Erklärung des Arbeitgebers genügen.
  • Mehr als 120 Stunden Weiterbildung mit übergreifenden beruflichen Inhalten.
  • AZAV-Zulassung des Bildungsträgers; eine zusätzliche AZAV-Zulassung der Maßnahme ist dafür nicht vorgeschrieben.
  • Ein bestehendes, nicht gekündigtes oder durch Aufhebungsvertrag aufgelöstes Arbeitsverhältnis und weitere persönliche Voraussetzungen.
  • Zustimmung der Beschäftigten und Antrag durch den Arbeitgeber.

Keine Kombination für dieselbe Maßnahme

Qualifizierungsgeld kann für dieselbe Maßnahme nicht mit Leistungen nach § 82 SGB III kombiniert werden. Eine zulässige Landesförderung ist gesondert zu prüfen. § 82a SGB III.

Die BA empfiehlt, den Antrag spätestens drei Monate vor Beginn zu stellen. Die zulässige Dauer richtet sich nach der konkreten Weiterbildung und den gesetzlichen Grenzen. Beispiele für einen Qualifizierungsbedarf sind veränderte Fertigungsprozesse, Digitalisierung oder neue Energietechnik. Ob ein bestimmter Kurs dazu passt, wird im Einzelfall geprüft. Fragen zu Antrag, Auszahlung und Kursanforderungen.

6. Landesförderungen: aktuelle Angebote prüfen

Zusätzlich zu den bundesweiten Instrumenten gibt es regionale Programme und Beratungsangebote. Wohnort, Einkommen, Betriebsgröße und Antragszeitpunkt können entscheidend sein. Die folgende Auswahl zeigt den geprüften Stand vom 10. Oktober 2026.

BundeslandAngebot / AnlaufstelleFörderung und wichtige Bedingungen
Nordrhein-WestfalenBildungsscheck 2.0Seit 2026 neues Angebot: 50 % der beruflichen Weiterbildungsausgaben, maximal 500 €. Persönliche Förderbedingungen und Verfahrensfristen prüfen.
BayernWeiterbildungsberatung und ESF+-AngeboteDas Landesportal verweist auf individuelle Beratung und betriebliche Projektförderung. Art und Höhe der Unterstützung richten sich nach dem passenden Programm.
SachsenIndividuell berufsbezogene WeiterbildungIn der Regel 50 %, bei geringfügiger Beschäftigung 80 %, maximal 4.500 €. Unter anderem Hauptwohnsitz Sachsen, bestehendes Arbeitsverhältnis, durchschnittlich höchstens 3.700 € brutto monatlich und mindestens 700 € Weiterbildungsausgaben.
BerlinBildungszielplanung und WeiterbildungsberatungPassende Qualifizierungen über Agentur und Jobcenter klären. Das frühere Programm „Qualifizierung vor Beschäftigung“ wird hier nicht als aktuell verfügbares Förderangebot geführt.
HamburgWeiterbildungsbonus PLUSRegulär 40 %: maximal 750 € bei Lehrgangskosten bis 2.499 €, maximal 1.000 € ab 2.500 €. Sonderkonditionen und persönliche Fördervoraussetzungen beim Projektträger prüfen.

Beim sächsischen Programm muss der Antrag vor verbindlicher Anmeldung, Kursbeginn und Zahlung übermittelt werden; die Auszahlung erfolgt nach dem Abschluss und Verwendungsnachweis. Prüfen Sie auch bei anderen Landesprogrammen die Reihenfolge, bevor Sie einen Kurs buchen.

Der frühere Berliner Förderansatz „Qualifizierung vor Beschäftigung“ wurde laut Berliner Haushaltsplan 2026/2027 mit dem Ende der damaligen ESF-Förderperiode eingestellt. Ältere Programmübersichten können deshalb irreführen.

Fördermittel nicht einfach addieren

Lassen Sie die Kombination verschiedener Programme von den zuständigen Stellen bestätigen. Ein Programm kann andere öffentliche Zuschüsse für dieselben Kosten ausschließen. Die aufgeführten Höchstbeträge sind keine automatische Förderzusage.

7. Welche Weiterbildung bringt Sie beruflich weiter?

Wählen Sie die Weiterbildung nach Ihrem Berufsziel und den Anforderungen konkreter Stellen. Stimmen Inhalte, Abschluss, Praxisanteil und Unterrichtsformat mit Ihrem Vorhaben überein? Prüfen Sie außerdem, welche Vorkenntnisse erforderlich sind.

IT und Digitalisierung

Datenanalyse, Cloud-Technik, IT-Sicherheit, KI und Softwareentwicklung sind mögliche Spezialisierungen. Die Einstiegsvoraussetzungen unterscheiden sich stark. Ein kurzer Kurs ersetzt keine umfangreichen Vorkenntnisse, wenn diese für die Zielstelle erforderlich sind.

Pflege und Gesundheit

Pflegefachberufe, Pflegeassistenz, medizinische Fachangestellte und Physiotherapie haben unterschiedliche Ausbildungswege. Insbesondere führt nicht jede zweijährige Maßnahme zur Qualifikation als Pflegefachperson. Dauer, Abschluss und eventuelle Verkürzung müssen zum konkreten Bildungsgang passen.

Handwerk und technische Berufe

Zur Auswahl gehören beispielsweise Sprinklertechnik, Anlagenmechanik SHK, Gebäudeelektronik, CNC und Mechatronik. Unterscheiden Sie zwischen einer Spezialisierung, einer Anpassungsqualifizierung und einem anerkannten Berufsabschluss.

Beispiel: Sprinklertechniker bei der ZBA

Die Qualifizierung zum Sprinklertechniker dauert etwa sechs Monate. Sie verbindet Theorie mit praktischen Übungen und einem Praktikum. Ob eine Förderung per Bildungsgutschein möglich ist, wird vor Beginn anhand Ihrer Voraussetzungen und des konkreten Angebots geklärt.

Ein ZBA- oder IHK-Zertifikat ist kein automatischer Nachweis dafür, dass Weiterbildungsgeld oder Prüfungsprämien gezahlt werden.

Transport, Logistik und kaufmännische Berufe

Berufskraftfahren, Lagerlogistik, Disposition oder eine Umschulung zum Steuerfachangestellten verfolgen unterschiedliche Qualifikationsziele. Führerscheine und vorgeschriebene Nachweise sind ebenso zu beachten wie Prüfungszulassungen. Bei Aufstiegsfortbildungen wie dem Logistikmeister ist auch das Aufstiegs-BAföG als eigener Förderweg zu prüfen.

Nachhaltigkeit und neue Energietechnik können bestehende Berufsbilder ergänzen. Vergleichen Sie auch hier die tatsächlichen Lerninhalte und Einsatzmöglichkeiten statt nur den Kurstitel.

8. So bereiten Sie Ihre Förderung vor

  1. Beratungstermin vereinbaren

    Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrer Ansprechperson im Jobcenter auf. Für Weiterbildung im bestehenden Arbeitsverhältnis beziehen Sie den Arbeitgeber ein. Benennen Sie Ihr berufliches Ziel und den gewünschten Beratungsbedarf.

  2. Unterlagen und Kursinformationen sammeln

    Aktualisieren Sie Ihren Lebenslauf, sammeln Sie passende Stellenanzeigen und vergleichen Sie zugelassene Angebote. Die BA verweist dafür auf die Weiterbildungssuche von „mein NOW“.

    • Welche Kenntnisse fehlen für Ihre Zielstelle?
    • Was vermittelt der Kurs und zu welchem Abschluss führt er?
    • Wie lange dauert er und welche Gesamtkosten entstehen?
    • Welche Voraussetzungen und welches Lernformat hat er?
  3. Förderentscheidung abwarten

    Besprechen Sie Kurskosten, Fahrtwege, Betreuung und laufende Leistungen. Eine positive Einschätzung im Gespräch ist noch keine Bewilligung. Prüfen Sie anschließend Bildungsziel, Gültigkeit und weitere Bedingungen Ihres Gutscheins beziehungsweise Bescheids.

  4. Kurs und Anmeldung abstimmen

    Gleichen Sie das konkrete Angebot mit der bewilligten Förderung ab. Klären Sie mit Bildungsträger und zuständiger Stelle den Start, die Unterlagen und die Abrechnung, bevor Sie kostenpflichtige Verpflichtungen eingehen.

  5. Teilnehmen und Nachweise führen

    Beachten Sie die vereinbarten Teilnahme- und Nachweispflichten. Melden Sie Fehlzeiten und Krankheit zeitnah. Welche Bescheinigung ab welchem Zeitpunkt erforderlich ist, richtet sich nach den konkreten Vorgaben. Klären Sie die Meldewege und Fristen zum Kursbeginn.

9. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

ThemaArbeitslos / von Arbeitslosigkeit bedrohtIm bestehenden Arbeitsverhältnis
AnsprechstelleAgentur für Arbeit; Kontakt auch über das Jobcenter möglich.Gemeinsam mit dem Arbeitgeber und dem Arbeitgeber-Service.
LehrgangskostenVollständige Übernahme bei entsprechender Bewilligung möglich.Je nach Förderweg und Voraussetzungen teilweise oder vollständig; beim Qualifizierungsgeld finanziert grundsätzlich der Arbeitgeber.
Lebensunterhalt / EntgeltausfallFortzahlung bestehender Leistungen nach den jeweiligen Voraussetzungen klären.Arbeitsentgeltzuschuss an den Betrieb oder alternativ Qualifizierungsgeld; keine automatische Kombination.
Weitere KostenFahrten, Betreuung und gegebenenfalls Unterkunft können berücksichtigt werden.Zusätzliche Weiterbildungskosten nach dem jeweiligen Förderweg prüfen.
Weiterbildungsgeld / PrämienNur bei passender abschlussorientierter Förderung und erfüllten Voraussetzungen.Kein allgemeiner Bonus für alle Beschäftigten; persönliche und maßnahmebezogene Voraussetzungen prüfen.

10. Mit einem konkreten Plan in die Beratung

Geförderte Weiterbildung kann einen beruflichen Neustart oder die Entwicklung im bestehenden Job ermöglichen. Beginnen Sie mit einem klaren Ziel, vergleichen Sie passende Angebote und klären Sie die Finanzierung vor dem Start. So wird aus einer allgemeinen Weiterbildungsidee ein umsetzbarer nächster Schritt.

Das nehmen Sie in die Beratung mit

  • Ein konkretes Berufsziel und passende Stellenanzeigen
  • Lebenslauf und vorhandene Qualifikationsnachweise
  • Kursangebot mit Inhalten, Abschluss, Dauer und Kosten
  • Fragen zu Fahrtwegen, Betreuung und laufenden Leistungen
  • Bei Beschäftigung: Abstimmung mit dem Arbeitgeber

Ihre Weiterbildung im Brandschutz beginnt mit einem Gespräch

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Quellen und Aktualität

Die Förderangaben wurden am 10. Oktober 2026 mit den folgenden Quellen abgeglichen. Regionale Quellen sind zusätzlich direkt in der Tabelle verlinkt.

Inhaltlich aktualisiert am .

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